BFV verhängt Sperren…

Der Berliner-Fussball-Verband hat auf die Geschehnisse vom letzten Wochenende reagiert und Vereine, Verantwortliche und Spieler wegen der anhaltenden Gewalt auf dem auf Berlins Fussballplätzen gesperrt bzw. suspendiert. Die I. Herrenmannschaft von Borussia Friedrichsfelde wurde bis zum 11.11.2011 vom Spielbetrieb ausgeschlosse. Man kann gespannt sein was das Ergebnis ist wenn das Verhalten von Spielern, Trainern und Zuschauern vor dem Sportgericht Berlin verhandelt. Auf der Seite des BFV war nun folgendes zu lesen:

BFV reagiert auf Spielabbrüche vom Wochenende

Der BFV reagiert nach den neuerlichen Spielabbrüchen auf Berlins Sportplätzen und auf die zunehmende Gewaltbereitschaft gegenüber Schiedsrichtern mit einer Vorsperre.

Der betroffene Spieler, der am vergangenen Samstag in der Futsal-Landesliga einen Schiedsrichter mit einem Schlag ins Gesicht attackiert hatte, wurde vom Sportgericht mit einer sofortigen Sperre belegt. Er ist damit bis auf Weiteres vom Spielbetrieb suspendiert. Ferner prüft das BFV-Sportgericht derzeit die übrigen Vorfälle und behält sich vor, weitere Vorsperren gegen Spieler oder Mannschaften auszusprechen.

Bernd Schultz, Präsident des BFV, sagt hierzu: „Die erschreckend hohe Anzahl der Spielabbrüche zeigt, dass wir mit unserem Schiedsrichter-Aktionswochenende richtig gelegen haben. Wir wollten mit unserer Maßnahme auf die zunehmende Gewaltbereitschaft, insbesondere gegen Schiedsrichter, hinweisen. Dieser Missstand wurde am vergangenen Wochenende leider durch Unverbesserliche  bestätigt. Es ist nicht tolerierbar, dass verbale und körperliche Gewalt gegen Schiedsrichter oder Spieler eine regelmäßige Begleiterscheinung im Amateurfußball wird. Wir werden deshalb die Geschehnisse in den kommenden Tagen auswerten und dann entscheiden, wie der Berliner Fußball-Verband der zunehmenden Gewaltbereitschaft entgegentreten kann. Bis dahin greifen die Vorsperren des BFV-Sportgerichts. Die Sportrichter haben ihre Arbeit aufgenommen und werden die Vorfälle schnell aufarbeiten, damit die Verursacher der Spielabbrüche eine schnelle Strafe erhalten.“

Nach Auswertung des vergangenen Pflichtspielwochenendes 21. bis 23. Oktober 2011 und der Schiedsrichter-Sonderberichte wurden am vergangenen Pflichtspielwochenende sechs Partien vorzeitig abgebrochen, von denen drei durch Angriffe oder Bedrohungen gegen Schiedsrichter resultierten. Bei den verbleibenden drei Partien haben sich die Mannschaften gegenseitig körperlich attackiert.

Am vergangenen Wochenende wurden sämtliche Pflichtspiele, die in die Zuständigkeit des BFV fielen, in der 10. Spielminute vom jeweiligen Schiedsrichter für fünf Minuten unterbrochen. Mit dieser Spielunterbrechung sollte für mehr Fairplay geworben und auf die zunehmende Gewalt gegenüber Schiedsrichtern hingewiesen werden.

(Quelle:http://berliner-fussball.de/startseite/news/datum/2011/10/27/bfv-reagiert-auf-spielabbrueche-vom-wochenende/)

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Polizeibericht zum Wochenende…

Hier der veröffentlichte Polizeibericht:

Auf der Internetseite der Polizei wurde nun der Polizeibericht zum Vorfall vom Wochenende veröffentlicht.

Gewalttätige Auseinandersetzungen bei Fußballspielen am Wochenende

Bei zwei Fußballspielen der Bezirksliga und der Kreisliga kam es am vergangenen Wochenende zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Lichtenberg und Kreuzberg.
Bereits am Samstag hatte im Stadion Friedrichsfelde in der Zachertstraße ein Kreisligaspiel stattgefunden, bei dem es nach Handgreiflichkeiten zwischen einem Linienrichter und einem Spieler gegen 16 Uhr 10 zu Solidarisierungen und anschließend zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Zuschauern und Spielern gekommen war. Hierbei verletzte ein bisher Unbekannter einen 32-jährigen Spieler mit einem Teleskopschlagstock im Gesicht, so dass dieser in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Das Spiel wurde abgebrochen. Die Polizei leitete Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung sowie Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.
Am Sonntag brach der Schiedsrichter eines Bezirksligaspiels in der Gneisenaustraße die Begegnung gegen 11 Uhr 50 in der 65. Minute ab, nachdem er mehrfach von den Spielern beleidigt worden war. Daraufhin kam es im Anschluss zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Spielern und Trainern. Die alarmierten Polizeibeamten fertigten Strafanzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigung sowie falscher Verdächtigung.

(Quelle: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/361402/index.html)

Brutaler Spielabbruch….

Borussia Friedrichsfelde – Berliner Amateure II               Spielabbruch

Im Netz gefunden:

Beim Stand von 0:0 in der ca. 80. Minute hatte sich ein Spieler von Amateure nach einer Roten Karte nicht im Griff. Nach Beleidigungen gegen Anhänger und Spieler (ich f*** deine mutter, h****sohn, scheiß ossi) geht der Spieler mit Unterstützung seiner Mitspieler auch körperlich gegen den Borussia-Anhang vor. Ein Anhänger wird von drei Amateure-Schlägern blutig getreten, ein Borussia-Spieler muss nach Tritten ins Gesicht im Krankenhaus behandelt werden, weitere leicht verletzt. Das hier nicht mehr passiert ist, ist dem besonnenen handeln von Spielern und Anhang von Borussia zuzurechnen, die versucht haben, die Situation zu schlichten, ebenso wie der Kapitän und Torwart von Amateure, die wohl als einzige noch einen klaren Kopf behielten.
Da ich mit meinem achtjährigem Sohn heute Zuschauer war, fand ich es erschreckend, teilweise Jagdszenen sehen zu müssen, um im Anschluss von der Polizei erfahren zu müssen, dass da wohl leider nicht sehr viel passiert.
Ich finde es beschämend, dass an einem ausgerufenen Aktionswochenende des BFV „Zeit zum Nachdenken“ ausgerechnet der Verein des BFV-Vizepräsidenten Gerd Liesegang auf derartige Art und Weise auftritt! Respekt sag ich da nur: am Ende wird dann ein einzelner unbeteiligter vom Verein ausgeschlossen, und die Sache heruntergespielt. Ist das die Art, wie der Berliner Fussball in Zukunft funktionieren soll? es wird langsam Zeit, dass hier mal Zeichen gesetzt werden! Schluss mit der ständigen Verharmlosung! Es ist schlimm, dass ich meinem Sohn erklären muss, in den unteren Ligen kommt sowas regelmäßig vor. Wie soll ich ihm da Lust auf  Fussball machen?

Auf Fussball.de wird folgendes geschrieben:

Sportliche Vergleiche die keiner braucht und sehen will. Herlicher Sonnenschein, ein Rasenplatz in Topzustand und auch das Umfeld hat wohl eher Landes oder Verbandsliganiveau verdient was die Sportanlage mit seinen ganzen und vielfältigen Möglichkeiten bietet. Zahlreiche Freizeitkicker vergnügen sich auf dem Kunstrasen, einige Kinder jagen gemütlich auf dem kleinen Bolzplatz entgegen. Auf dem Rasenplatz beginnt 14.30 Uhr also das für Berliner Verhältnisse so wichtige Kreisliga B Spiel auf dem frisch gemähten und von den Platzwarten top geflägten Rasengeläuf. Man sieht nicht viel vom Spiel muss ich zugeben, redet lieber mit Leuten und Eltern der verschiedenen Mannschaften die man trifft. In der Halbzeit berichten neutrale Zuschauer der Schiedsrichter leitet umsichtig und gut. Hat zwar 2 Tore der Heimmannschaft nicht anerkannt aber die Borussia Herren nehmen die Entscheidung hin. Gegen Ende des Spiels plötzlich Angriffszenen der in Weinrot gekleideten Gästespieler in Richtung Zuschauer. Der Schiedsrichter zeigte in der 80. wohl rote Karten gegen die Gäste und musste dann wegen Jagdszenen abbrechen. Polizei rückte an, Aussagen wurden aufgenommen. Das war also das Fußballspiel was keiner braucht aber wohl den anschein hat , ganz wichtig gewesen zu sein für die Ehre den Ego und die Selbstbestätigung einiger Unverbesserlicher die einfach den Fußball lebewohl sagen sollten. Hut ab vor den ganzen Vereinsvorständen, die sich Ehrenamtlich mit Schiedsrichtern Platzwarten, vielen Freiwilligen und Eltern sowie Ämtern dafür einsetzen das Freizeitfußballer….Freizeitfußball spielen. Wer hat darauf noch lange Bock.

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